Stranger Things 3

Als Kind der 80er hatte „Stranger Things“ eine automatische Anziehungskraft und vermochte mich von Anfang an in seinen Bann zu ziehen. Es dauerte dann aber mehrere Folgen, bis mich auch die Handlung an sich packte. Und das, obwohl mir Fantasy-Monster-Märli-Geschichten eigentlich nicht gefallen. „Stranger Things“ verfügte über den richtigen Mix von Monster, Märli und kindlichem Abenteuergeist. Vor allem letzteres trug dazu bei, dass ich mich sich wieder in den 80ern und damit meiner Kindheit wähnte, weil wir doch damals diese Kinderstories so mochten.

Die erste Staffel war gut. Die zweite war noch besser. Deshalb freute ich mich sehr auf die dritte. Es dauerte dann auch nur zwei Abende, bis ich sie durch hatte. Doch an seine Vorgänger-Staffeln konnte die dritte nicht mal ansatzweise anknüpfen. Die Monster werden grösser, böser und auch sichtbarer. Das nimmt die Spannung. Doch den Gebrüdern Duff genügten mehr Blut und mehr Monster nicht. Sie übertrieben es auch mit dem Humor. So wurde aus „Stranger Things 3“ keine mystische, phantastische Fortsetzung mehr, sondern eine amerikanische TKKG-Version mit viel Komik, mehr oder weniger interessanten Nebengeschichten und teilweise wirklich dümmlich handelnden Protagonisten.

„Stranger Things 3“ kommt mir vor wie eine Parodie auf seine zwei ersten, sehr erfolgreichen und tollen Staffeln. Das ist sehr bedauerlich. Deshalb appelliere ich an die Duff-Brüder, keine weitere Fortsetzung mehr zu schreiben, sonst geht noch mehr kaputt. Und das haben weder die zwei Erschaffer, noch die ersten beiden Staffeln verdient.

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