Fragwürdige Fankultur in Luzern

Zugegeben, der aktuelle Tabellenplatz und insbesondere die Resultate in der heimischen Allmend sind nicht zufriedenstellend. Ich kann sogar nachvollziehen, dass sich bei den Fans Frustration aufstaut.

Wenn die Fans aber wie beim Spiel gegen Xamax am 13. April den gegnerischen Torhüter mit Feuerzeugen bewerfen, dann ist bei mir schlagartig jegliches Verständnis weg. Sowas gehört sich nicht. Spiele und damit Tabellenpositionen entscheiden letztendlich nur die Fussballer auf dem Platz. Fans können ihre Mannschaft mit Gesängen und Lärm unterstützen, sie so nach vorne peitschen und emotional motivieren. Gegenstände auf den Platz werfen gehört nicht dazu und ist in aller Form zu verurteilen!

Dabei spielt es keine Rolle, ob Feuerzeuge, Bierbecher oder dicke Eier geworfen werden. Das Spielfeld ist während dem Match für die Zuschauer tabu. Und mit solchen blödsinnigen und dummen Aktionen verlieren die Fans auch jegliches Recht, irgendwelche Protestnoten abzusetzen. So wie man beim Nachtragsspiel gegen YB mit Eierwürfen gegen die bescheuerten Anspielzeiten demonstrierte, wenn gleichentags ein Champions League Spiel stattfindet. Es ist auch völlig egal, ob man mit Eiern wirft oder ein laufendes Spiel stört, weil man auf den Platz stürmt und ein Tor mit Ketten „versiegelt“. Das tut man nicht. Und ich schäme mich, dass in den letzten Wochen die Luzerner Fans immer wieder negativ aufgefallen sind.

Mit solchen Aktionen haben sie ihr Recht verwirkt, irgend etwas einzufordern. Mit solchen Aktionen disqualifizieren sie sich selbst und fügen ihrem Verein nichts anderes als negative Publicity und finanziellen Schaden zu. Wirkliche Fans, denen der Verein und der Sport am Herzen liegt, tun so etwas nicht.

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